Vzlt Edwin GALEITHNER

Vorsitzender des Dienststellenausschusses der Schwarzenbergkaserne

 

Fragen zum

KRANKENSTAND  

 

Ob wir „gesund“ bleiben oder „krank“ werden, hängtnicht nur von unserem Alter, unserer persönlichen Konstitution, vom Wetter oderirgendwelchen „Epidemien“ ab. Arbeitsmediziner weisen auf psychischeBelastungen wie Stress aber auch Mobbing hin, die mittlerweile dieHauptauslöser für so genannte Befindlichkeitsstörungen sind, welche wiederumdie Zahl der Krankenstände ansteigen           lassen.
Dienstgeber und Dienstnehmervertreter sind daher aufgerufen, für ein gesundesKlima am Arbeitsplatz zu sorgen.

Neben der „Hardware“, die imBundesbediensteten-Schutzgesetz geregelt ist, gehören dazu auch folgendeFaktoren:

·       der subjektive Sinn derArbeit

·       die Verstehbarkeitsowohl der einzelnen Arbeitszusammenhänge als auch der Entscheidungsprozesse

·       ausreichendeQualifikation und Kompetenz zur Bewältigung der zugewiesenen Aufgaben

·       die vertrauensvolleZusammenarbeit

·       ein Ausmaß anHandlungsspielraum und Verantwortung 

Die interne Kommunikation (Mitarbeitergespräche, regelmäßigeBesprechungen im Team, gemeinsame Kaffeepausen, Betriebsausflüge, usw.) förderteine „gesunde Organisation“. 

Unabhängig davon ob wir nun in einer „gesunden“oder „kranken“ Organisation Dienst versehen, gibt es sie, die Krankenstände.Was dabei zu beachten ist und welche Konsequenzen sie nach sich ziehen, sollnachstehende Tabelle veranschaulichen:

  

 

Vertragsbedienstete

Beamte

Meldung der Dienstverhinderung

unverzüglich beim Vorgesetzten

Ärztliche Bestätigung

ab dem vierten Krankenstandstag
(auf Verlangen des Vorgesetzten ab dem ersten Tag) 

Entgelt/Bezüge bei Krankheit

Dauer des Dienstverhältnisses mindestens
 

14 Tage:
42 Kalendertage            100 %
weitere 42 Tage           
 50 %
dann Entgelteinstellung 

 

5 Jahre:
91 Tage                      100 %
weitere 91 Tage           
 50 %
dann Entgelteinstellung

10 Jahre:
182 Tage                    100 %
weitere 182 Tage         
 50 %
dann Entgelteinstellung
 

nach 182 Tagen
Kürzung des Monatsbezuges auf 80 %

 

Tritt innerhalb von sechs Monaten nach Wiederantritt des Dienstes abermals eine Dienstverhinderung durch Krankheit auf, gilt sie als Fortsetzung der früheren Dienstverhinderung.

 

Pauschalierte Nebengebühren (Fahrtkostenzuschuss, Gefahrenzulage, Schmutzzulage, …) gem.2.Dienstrechtsnovelle/2007 erfolgt Einstellung am 1.Tag nach Ablauf der Monatsfrist bis zum letzten Tag der Abwesenheit

Krankengeld

ja
(Auszahlung durch zuständige Krankenkasse)
 

nein

Dienstunfall

keine Kürzung des Entgelts/der Bezüge
keine Einstellung der Nebengebühren 

Ärztliche Untersuchung

auf Anordnung des Vorgesetzten: amtsärztliche Untersuchung

Vorladung zum Kontrollarzt
durch GKK oder BVA

Meldung der Dienststelle an Dienstbehörde

auf Anordnung der Dienstbehörde:
(amts)ärztliche Untersuchung

spätestens nach dreimonatiger Krankenstandsdauer und dann alle drei Monate

dauernde Dienstunfähigkeit

Feststellung erfolgt durch die Behörde anhand von Gutachten von Fachärzten, Amtsarzt, …

Folgen:

Kündigung
gemäß § 32 Abs. 2 Z 2 VBG

Nach einjährigem Krankenstand endet das Dienstverhältnis
gemäß § 24 Abs. 9 VBG.

Gutachten der BVA und Versetzung in den Ruhestand


Eine Erkrankung während desErholungsurlaubes, die länger als drei Kalendertage dauert, ist derDienststelle unverzüglich zu melden. Wird ein ärztliches Zeugnis über Beginnund Dauer der Dienstunfähigkeit vorgelegt (Im Ausland ist dem ärztlichenZeugnis eine behördliche Bestätigung beizufügen, dass es von einem zur Ausübungdes Arztberufes zugelassenen Arzt ausgestellt wurde.), so wird die Dauer derErkrankung nicht auf das Urlaubsausmaß angerechnet (siehe VBl. 13/2007).