GEWERKSCHAFT ÖFFENTLICHER DIENST

A-1010 Wien Teinfaltstraße 7 · Tel.: 01/534 54-0 · Fax: DW 326

www.goed.at goed@goed.at ZVR-Nr.: 576439352 DVR: 0046655

 

 

Resolution

des Vorstandes der Gewerkschaft Öffentliche Dienst 21. September 2015

 

Asylrecht ist ein Menschenrecht. Diejenigen, die vor Krieg, Verfolgung, Unterdrückung und Verletzung der Menschenrechte flüchten müssen, verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität. Europa muss rasche und menschliche Lösungen erarbeiten!

Alle Kolleginnen und Kollegen, die mit der Flüchtlingsproblematik befasst und betroffen sind, leisten unter schwierigsten Bedingungen hervorragende und vorbildliche Arbeit. Österreich kann stolz auf seine öffentlich Bediensteten sein! Welch ein positiver Unterschied zu Bildern, die uns aus manch anderen Ländern erreichen.

 

DANKE!

Die vielen Polizistinnen und Polizisten, die rund um die Uhr Dienst und Hilfe im Sinne der Sicherheit und Menschlichkeit leisten und geordnete Abläufe sicherstellen, gehen an ihre Leistungsgrenzen. Ebenso die Kolleginnen und Kollegen des Bundesheers, die der Exekutive Assistenz leisten und vorbildlich agieren. Mit einem Berufsheer wäre dieser umfassende und flächendeckende Einsatz nicht möglich.

Unsere Lehrerinnen und Lehrer, die durch großen persönlichen Einsatz zum Teil traumatisierte Flüchtlingskinder unterrichten und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Integration legen, engagieren sich in höchstem Maße.

Die Kolleginnen und Kollegen der Justizwache, die einen enormen Belastungszuwachs durch einen sprunghaften Anstieg der Schlepperkriminalität und den damit verbundenen Anstieg der Häftlingszahlen zu verzeichnen und zu bewältigen haben, sind an der Belastungsgrenze .

Die vielen Kolleginnen und Kollegen im Asylbereich, im Gesundheitswesen, in der Verwaltung und in allen anderen Bereichen, die durch die Flüchtlingsproblematik einen enormen Anstieg der Arbeitsbelastung zu bewältigen haben, sind vorbildlich und eine positive Visitenkarte der Republik.

Durch die Einsparungsmaßnahmen der vergangenen Jahre sind keine Personalreserven mehr vorhanden und alle Kolleginnen und Kollegen, auch jene, die nicht unmittelbar mit der Flüchtlingsproblematik befasst sind, arbeiten an der Belastungsgrenze und darüber hinausgehend.

Ein Ende der Dramatik an unseren Grenzen ist nicht abzusehen.

Der Vorstand der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst erwartet umgehend Maßnahmen seitens der Politik, um die Kolleginnen und Kollegen zu entlasten und die Personalsituation nachhaltig zu verbessern.