Bundesheer soll jetzt selbst Geld verdienen!

 

Mit 1,84 Milliarden Euro soll das Bundesheer nächstes Jahr durchkommen - eine weitere Kürzung des Etats um 38 Millionen Euro. Verteidigungsminister Gerald Klug zur "Krone": "Unsere Soldaten haben auch den Auftrag, für Einnahmen zu sorgen." Einsätze könnten für die Gemeinden nun teuer werden.

 

"Zu Assistenzeinsätzen - etwa bei Hochwasser - ist das Bundesheer gesetzlich verpflichtet. Aber die Soldaten rücken auch zu vielen kleineren Unterstützungsleistungen für die Gemeinden aus", deutet Minister Klug (SPÖ) im "Krone"- Gespräch an, wo das Heer Einnahmen lukrieren will: So sollen

Aufräumarbeiten oder Unterstützungseinsätze (zum Beispiel das Pistentreten bei Skirennen) verrechnet werden.

Klug: "Das ist zu schaffen"

Gleichzeitig hofft Klug auf höhere Pachteinnahmen sowie auf Erlöse bei der Versteigerung älterer Fahrzeuge über das Dorotheum: "Der Finanzminister wollte, dass wir im Jahr 50 Millionen erwirtschaften, der Betrag konnte auf 31 Millionen herunterverhandelt werden. Das ist zu schaffen." Und im Konzept "Bundesheer neu" wird im Juni festgelegt, wie noch mehr bei der Truppe gespart wird.

 

Heeresspital wird nicht verkauft

Eines ist aber jetzt schon sicher: Das Heeresspital in Wien wird nicht verkauft. Obwohl die Stadt Wien für das Grundstück 39 Millionen Euro zahlen würde. Klug: "Der Verkauf von Familiensilber bringt strukturell keine Verbesserung."

Stellungnahme: Wenn das nur annähernd stimmt, dann ist das die Bankroterklärung des Bundesheeres.

Wir verkaufen dzt. nicht mehr das „Familiensilber", denn das haben wir längstens verprasst, sondern jetzt geht es an die Substanz des Heeres. Für die zu versteigernden Fahrzeuge erhofft man sich einen hohen Erlös, jedoch wer etwas von Wirtschaft versteht weiß, das Angebot macht den Preis. Es werden dzt. „800" Pinzgauer zur Versteigerung feilgeboten, aber bei diesem Überangebot wird sich das Gebot in Grenzen halten. Wer bietet schon eine horrente Summe wen man aus dem vollen Topf schöpfen kann. Diese Blauäugigkeit des Ministers und des GenStb ist an nichts mehr zu überbieten. Eine Firma die einen Großteil ihres Fuhrpark abstößt, weil sie sich die Instandsetzung und Servicekosten nicht mehr leisten kann, muss in den Konkurs schlittern. Warum glaubt der Minister er könnte den Karren noch aus dem Dreck ziehen. Politik und Betriebswirtschaft sind zwei total unterschiedliche Welten.

 

Was BM Darabosch nicht zustande gebracht hat, schafft der jetzige Minister Klug mit Bravur. Er lässt mit sehendem Auge das Bundesheer an die Wand fahren. Vielleicht ist das die Retourkutsche für den negativen Ausgang der Volksbefragung vom 20. Jänner 2013. Die leidtragenden sind wieder einmal die Bediensteten, die jetzt nicht wissen wie es weitergehen wird. Bei solch dilettantischem Verhalten der Führung müssten jetzt unmittelbar die Konsequenzen gezogen werden.

 

Man weiß ja, bei der dzt. Budgetlage ist keine Entspannung für das Bundesheer zu erwarten. Auch der Oberbefehlshaber des öBH, unser HBP wird keine Lösung aus seinem Hemdsärmel hervor zaubern.

 

Nicht umsonst heißt es schon seit langem „quo vadis Bundesheer", aber diese lateinische Phrase

„ wohin geht`s du" wollte bis 2013 keiner hören.

 

Fazit:

Schade um dieses Heer das in der Politik keinen Stellenwert mehr hat und der Misswirtschaft zu Gunsten der Finanzwirtschaft, die beinahe mafiaartige Entwicklungen angenommen hat, zum Opfer fällt. Die Beerdigung wird eine unter großer Anteilnahme werden, aber schnell in Vergessenheit geraten, dank unserer Regierung.

 

Ich war stolz ein Soldat dieses Heeres zu sein, jedoch habe ich jeglichen Glauben an der Politik und Führung verloren.

 

(Orginal übernommen von LL 25/OÖ)