Pensionskonto fürBundesbeamte

 (§ 100 PG1965)

 

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Kontoführung

 

Die Kontoführungbeginnt mit dem Kalenderjahr, in dem erstmals ein Versicherungsverhältnis inder Pensionsversicherung begründet wird bzw. mit Eintritt in den öffentlichenDienst als Beamter und endet mit dem Kalenderjahr, in das der Stichtag für diePension bzw. die Versetzung in den Ruhestand fällt.

Die Pensionskontenfür die Bundesbeamten (mit Ausnahme der nach § 17 Abs. 1a PTSG zurDienstleistung zugewiesenen Beamten) werden von der Versicherungsanstaltöffentlich Bediensteter geführt.

Geburtsjahrgänge ab1955

Für alle Personen,die ab 01.01.1955 geboren sind, gelten die Bestimmungen des AllgemeinenPensionsgesetzes (APG).

Innerhalb dieserPersonengruppe wird unterschieden zwischen

·        Personen, die ab 01.01.2005 erstmals in derPensionsversicherung pflichtversichert sind. Für sie gelten die Bestimmungendes APG (Neurecht) voll.

·        Personen, die vor 01.01.2005 bereits einenVersicherungsmonat in der Pensionsversicherung erworben haben. Für sie gilt einMischsystem aus Alt- und Neurecht. (sh. Link "Parallelrechnung fürBundesbeamte")

 

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Inhalt des Pensionskontos


Für jedes Kalenderjahr sind zu erfassen:

·        die Bemessungsgrundlage für den Pensionsbeitrag bis zur monatlichenHöchstbeitragsgrundlage nach § 45 ASVG,

·        die Beitragsgrundlagensumme für Zeiten einer Teilversicherung in derPensionsversicherung (wegen Krankengeld-, Wochengeld-, Arbeitslosengeld-, Notstandshilfebezug,Kindererziehung, Präsenz- und Zivildienst),

·        die Beitragsgrundlagensumme für Zeiten einer freiwilligen Versicherung,

·        die im betreffenden Kalenderjahr erworbene Gutschrift (Teilgutschrift),

·        die Gesamtgutschrift,

·        die im betreffenden Kalenderjahr zu berücksichtigenden Beiträge(Teilbeträge, erhöht um einen Dienstgeberbeitrag),

·        die ab dem 01.01.2005 jährlich entrichteten Beiträge.

 

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Kontomitteilung


Eine Information über den Stand des Pensionskontos (Kontomitteilung) können Sieerstmals ab 2008 bei der BVA, am besten unter der BVA-Servicenummer050405-16888 anfordern.

Im Jahr 2008 wirddas Erstmitteilungsverfahren von IhrerDienstbehörde/Aktivdienststelle durchgeführt. Warten Sie bitte dieses Verfahrenab, da wir Ihnen ansonsten keine Daten bekannt geben können.

Beachten Sie bitte,dass die Ihnen von der BVA zugestellte Kontomitteilung ausschließlich die DatenIhres Beamtenpensionskontos enthält. Üben Sie auch einepensionsversicherungspflichtige Tätigkeit aus, können Sie sich für einediesbezügliche Kontomitteilung an den zuständigen Pensionsversicherungsträgerwenden.

Außerdem bestehtdie Möglichkeit, mit der Bürgerkarte Ihr persönliches Pensionskonto im Internetunter http://www.bva.at/pensionskonto einzusehen und Ihre Kontomitteilungauszudrucken. 

Die Kontomitteilungist unverbindlich und enthält für das jeweils vergangene Kalenderjahr:

·        die Gesamtgutschrift,

·        die Jahressumme der Beitragsgrundlagen,

·        die Teilgutschrift und

·        die Beitragsleistung.

 

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Beitragsgrundlagen


Jeder Versicherungszeit wird eine Beitragsgrundlage zugeordnet und amPensionskonto für die Pensionsermittlung gespeichert. Die Bemessungsgrundlagefür den Pensionsbeitrag wird aus dem Gehalt, den ruhegenussfähigen Zulagen, denanspruchsbegründenden Nebengebühren sowie den Sonderzahlungen gebildet.

Im Pensionskontowerden Beitragsgrundlagen nur bis zur jeweiligen monatlichenHöchstbeitragsgrundlage nach dem ASVG (Sonderzahlungen nur bis zur doppeltenmonatlichen Höchstbeitragsgrundlage nach dem ASVG) berücksichtigt.

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Versicherungszeiten mit den entsprechend zugehörigen Beitragsgrundlagen:

Versicherungszeiten auf Grund von

Beitragsgrundlage

Erwerbstätigkeit

Einkommen, von dem die Beiträge bezahlt werden

Schulzeiten

10-fache der täglichen Höchstbeitragsgrundlage

Studien- und Ausbildungszeiten

20-fache der täglichen Höchstbeitragsgrundlage

Kindererziehung

*) EUR 1.423,87

Präsenz-, Zivil-, Auslands- und Ausbildungsdienst

*) EUR 1.423,87

Krankengeld

*) Bemessungsgrundlage für das Krankengeld

Wochengeld

*) Leistungshöhe

Übergangsgeld

*) Leistungshöhe

Arbeitslosigkeit

*) 70 % des Einkommens, von dem das Arbeitslosengeld bemessen wird

Notstandshilfe

92 % des Arbeitslosengeldbezuges

Für die mit *)gekennzeichneten Zeiten zahlen dasArbeitsmarktservice, der Familienlastenausgleichsfonds,dasBundesministerium für Landesverteidigung oder der Bund dieBeiträge.

 

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Teil- und Gesamtgutschrift


Die für ein Kalenderjahr erworbenen Beitragsgrundlagen werden zusammengezählt.

1,78 % (gesetzlich festgelegter Kontoprozentsatz) dieserBeitragsgrundlagensumme werden dem Pensionskonto gutgeschrieben (= Teilgutschrift).

Die Gesamtgutschrift einesKalenderjahres ergibt sich aus der Summe der Teilgutschrift des betreffendenKalenderjahres plus der Gesamtgutschrift des dem betreffenden Kalenderjahrvorangegangenen Kalenderjahres, die mit der Aufwertungszahl (§ 108a ASVG) desdem betreffenden Kalenderjahr nachfolgenden Kalenderjahres zu vervielfachenist. In dem Kalenderjahr, in das der Stichtag fällt, hat keine Aufwertung derGesamtgutschrift des vorangegangenen Kalenderjahres zu erfolgen.

 

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Pensionswert


Der aus dem Pensionskonto resultierende monatliche Pensionswert erfolgt nachder Formel „Pension = Gesamtgutschrift / 14", allenfalls abzüglichAbschlag/zuzüglich Bonus.

 

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Online-Abfrage

 

Mit dem AllgemeinenPensionsgesetz (APG) wurde ab 01.01.2005 für die meisten Berufsgruppen eineinheitliches Pensionssystem geschaffen. Davon betroffen sind die in dergesetzlichen Pensionsversicherung versicherten Personen sowie die inBundesbehörden und bestimmten öffentlichen Stellen tätigen Personen. Für alldiese ist, wenn sie ab 01.01.1955 geboren sind, ein Pensionskonto eingerichtet