Langzeitversichertenregelung 2

 

Beamtinnen und Beamte, die ab dem 1. Jänner 1954 geboren sind, können - nunmehr unbefristet - ihre Ruhestandversetzung vor dem vollendeten 65. Lebensjahr bewirken, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

Vollendung des 62. Lebensjahres

42 Jahre beitragsgedeckte Gesamtdienstzeit, dazu zählen:

  • Dienstzeiten in einem öffentlichen oder privatrechtlichen Dienstverhältnis
  • bis 60 Monate Kindererziehungszeiten
  • bis 30 Monate Präsenz-, Zivil oder Ausbildungszeiten
  • unbegrenzt Zeiten des Wochengeldbezugs
  • nachgekaufte Zeiten (einer Erwerbstätigkeit)

Nicht mehr berücksichtigt werden:

  • Zeiten des Krankengeldbezugs
  • Ausübungsersatzzeiten
  • nachgekaufte Schul- und Studienzeiten

Abschlag:

  • 0,28%-Punkte pro Monat, maximal 12%-Punkte im Altast
  • Verminderung der Leistung um 0,35% pro Monat, maximal 15% im Neuast

Für Jahrgänge ab 1954 führt die Inanspruchnahme der Langzeitversichertenregelung zu einem Abschlag bei der Pensionsbemessung im Altast "innerhalb der 10%-Deckelung" - d.h., die Pensionsreduktion aufgrund der Abschläge kann zusammen mit sämtlichen anderen Pensionsreformmaßnahmen der Pensionsreform 2003 maximal 10% der nach der Rechtslage 2003 berechneten Pension erreichen.

Beamtinnen und Beamte des Dienststandes haben einmalig die Möglichkeit, die bescheidmäßige Feststellung ihrer beitragsgedeckten Gesamtdienstzeit zu beantragen.

- Antrag für Feststellung der beitragsgedeckten Gesamtdienstzeit

- Antragsformular für Ruhestandsversetzung Langzeitversichertenregelung